Meine ersten Tage in Chico, CA

Posted by Stefan Keul | Posted in Allgemein | Posted on 31-01-2010

1

Wie der Titel schon sagt, fasse ich in diesem Artikel meine ersten Tage in Chico California zusammen. Gleich zu Beginn kam schon alles anders als erwartet. War es in Yuba City noch relativ warm und angenehm so war das Wetter in Chico alles andere als einladend. Die ersten Tage fegte ein heftiger Sturm über Chico. Man war gut beraten zuhause zu bleiben, wenn man nicht von einem Baum erschlagen werden möchte. Als dann auch noch der Strom für ca. 8 Stunden ausfiehl, war das Choas perfekt. Was macht man ohne Strom? Kein Internet… . Ich entschied Zeitschriften lesen, Brainstormen und schlafen sind die besten Beschäftigungen. Der Sturm dauerte 2 Tage an und war nicht ganz ungefährlich, wie die folgenden Bilder zeigen.

In den ersten Tagen konnte ich mich dann auch mit meiner Unterkunft anfreunden. Für die nächsten 4 Monate teile ich mir ein Haus mit ein netten Frau mittleren Alters. Sie kommt ursprünglich aus New Orleans und ist sehr weltoffen. Meine Nächte verbringe ich in einem riesen King-Sized Bed. Internet, TV und Strom sind Teil der Miete. Mein erster Eindruck ist sehr positiv. Das Haus liegt ca. 2km vom Zentrum und der Uni entfernt. Man kann also zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Bus in die Stadt fahren. Der Bus fährt jede halbe Stunde und hält genau vor meiner Türe und bringt mich bis zum Uni-Hauptgebäude.

Am folgenden Donnerstag begann meine Orientation. Meine erste Aufgabe war “Pay your Tuition” :) . Danach wurden meine Dokumente kontrolliert. Zusätzlich wurden kurze Englischtests durchgeführt. Dabei ging es primär und die Studierenden, die am ALCI-Programm teilnehmen. Da ich vier Open University Kurse belege, waren die Test für mich eher Nebensache. Der erste Unterschied zu deutschen Universitäten ist, dass hier nicht nur gelehrt und gelernt wird. Sobald man an der CSUC ist bietet einem die University alles was man zum Leben braucht. On Campus Health Care (deutsche Versicherungen sind hier sehr beliebt), FitnessCenter, Polizei und Unterhaltungsprogramme jeglicher Art. Man wird also voll versorgt. Es kostet ja auch genug. Als problematisch stellte sich jedoch das Einschreiben in Kurse heraus. Man muss etwas Glück haben und versuchen die offene (Open) Kurse zu bekommen die man braucht. Meine Wahl fiehl auf Computer Security, Software Engineering Tools, E-Marketing und Distributed Systems Management. Dazu habe ich noch einen alternativen Kurs gewählt, falls einer der Kurse nicht mehr offen sein sollte. Die Art und Weise wie man sich hier in die Kurse “crashed” hat mich und auch meinen Professor in Deutschland überrascht. Aber so ist das halt hier. Hier passt ein bißchen kölsche Mentalität. “Et hätt noch immer jot jejange” .

Nach dem ich jetzt die ersten Vorlesungen hinter mich gebracht habe, kann ich sagen, dass es keinen großen Unterschied zu meinen Kursen in Deutschland gibt. An einer US-Uni orientiert sich der Lehrende mehr an der Literatur. Die Preise für Pflichtlektüren haben es auch in sich. Meiner Meinung nach hat das hier System. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Professoren diese Bücher vorschlagen müssen, damit die Studierenden schön im On-Campus Bookstore Bücher kaufen gehen.

Wie anspruchsvoll meine Kurse sind kann ich zur Zeit noch nicht sagen. Es gibt Klausuren aber auch Projekte und Mini-Hausaufgaben die mit in die Note eingehen. Ich werde meinen Stundenplan veröffentlichen, sobald alle Kurse sicher sind.

Nach der Uni und in den Pausen hat man die Wahl zwischen vielen Coffee Shops, Fressbuden und der Mensa. Vom Mensa-Essen hat man mir abgeraten. Da ich mein Mittagessen bisher selber mache ist das auch nicht so wichtig. Jeder Student braucht aber ein Grundnahrungsmittel. Kaffee! Mein favorisierter Coffee Shop ist “The Naked Lounge“. Der Name ist leicht irreführend und hat nichts mit nackter Bedienung zu tun. “The Naked Lounge” ist ein kleiner Coffee Shop mit Hippie Atmosphäre. Hippies sieht man in ganz Chico sehr häufig. Man kann hier Brettspiele (die erste Runde Scrabble habe natürlich ich gewonnen :)  )spielen und guten Kaffee trinken. Dazu läuft im Hintergrund chillige Musik von leichtem Rock bis Jazz. Perfekt zum abschalten und bloggen ;) Der Laden ist eine Alternative zu Starbucks und anderen “Corporate” Coffee Shops und distanziert sich auch von diesen. Wenn man Abends einen Trinken möchte hat man wieder die Wahl zwischen vielen Bars. Ich habe meinen ersten “Thirsty Thursday” im “33″ verbracht. Ein echt guter Laden. Mehr dazu gibt es aber im nächsten Beitrag.

  • http://www.mrtroop.de/ Chris

    Das klingt wirklich gut, Keule. Bin wieder mal sehr gespannt auf deine Updates!

Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes